Frühlingsbrief 2007

Liebe Freunde!

Mit dem jetzigen vietnamesischen Neujahrsfest feiern wir den Beginn des „Jahr des Schweines“. Für uns Deutsche klingen die vietnamesischen Jahresbezeichnungen wie Ziege, Pferd, Affe etc und auch Schwein zunächst sehr fremd.. Erst wenn man sich näher damit beschäftigt, fällt auf, daß die Tiereigenschaften auch in deutscher Mythologie und im deutschen Sprachschatz hearausragende Bedeutungen haben:

„Schwein gehabt“, sagen wir Deutschen, wenn jemand Glück hatte.
Wenn etwas unwiderstehlich lecker ist, dann nennen wir das „kleine Schweinereien“.
Und wenn wir Deutschen mal so richtig feiern, dann „lassen wir die Sau raus“.
Wir mögen Schweine: Finden sie doch die herrlichen Trüffel im Wald, stehen sie doch als rosa Marzipanschweinchen auf dem Silvestertisch als Symbol dafür, daß das Neue Jahr gelingen möge. Und beliebt ist von jeher auch das Sparschwein: Geld kann man Schweinen also getrost anvertrauen.

In Vietnam gilt das Schwein als ritterlich und genußsüchtig. Im Jahr des Schweines Geborene werden angeblich oft Millionäre: 1923, 1935, 1947, 1959, 1971, 1983, 1995, 2007.
Sie gelten als hilfsbereit, galant und sehr zuvorkommend. Das Schwein ist ehrlich und manchmal auch zu ehrlich. Sollte es doch einmal lügen, ist es nur zum Selbstschutz in aller höchster Not. Das Schwein ist sehr wißbegierig und schnell für ein Thema zu begeistern. Leider ist das Schwein auch sehr leichtgläubig und somit muß man die eine oder andere Enttäuschung in Kauf nehmen. Das Schwein sucht immer nach Geborgenheit und somit ist es bei einem Hasen oder einer Ziege am besten aufgehoben.

Auch der deutsche Dichter Erich Kästner wurde im Jahr des Schweins geboren. Darum ist er hier auch mit einem Frühlingsgedicht vertreten.

Ich wünsche allen in diesem „Jahr des Schweines“ Geborgenheit, Erfolg und Reichtum, Wissen und Gesundheit. Und ich wünsche uns allen ein buntes, fröhliches und ausgelassenes Neujahsfest.

Ihre

Thomas Wilbers

Phi Long Huynh

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